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English
Feiertage Schulferien
Es gibt viele Feste
in Malaysia. Die Malaiien, die Chinesen, die Inder sowie alle anderen
Voksgruppen haben jeweils ihre eigenen Feste, und es ist in Malaysia Sitte
und Brauch, diese Feste gemeinsam mit den jeweils anderen Volksgruppen
zu feiern - auch wenn das Fest einen religiösen Hintergrund hat.
Feste des Islam - Feste des Buddhismus
- Feste der Chinesen - Feste
der Hindu - Feste in Ostmalaysia
* der darauf folgende
Montag ist jeweils ein Feiertag
Schulferien
in Malaysia
| Beginn |
Ende |
| 11.
März |
19.
März |
| 27.
Mai |
11.
Juni |
| 19.
August |
27.
August |
| 18.
November |
01.
Januar 2007 |
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Feste
des Islam
Hari Raya Puasa
Dieses Fest kennzeichnet das Ende des Fastenmonats Ramadan. Sobald die
religiösen Führer offiziell die erste Sichtung des Neumonds
bestätigen, können die Feierlichkeiten beginnen. Davor wird
gründlich Hausputz gehalten. Es beginnt mit Massengebeten in den
Moscheen. Die jungen Leute bitten die Eltern um Vergebung. Man besucht
Freunde und Familie, möglichst mit neuer Kleidung angetan. Alle Türen
stehen gastfreundlich offen, rund um die Uhr ist man erfreut über
Gäste - ob bekannt oder unbekannt - und bewirtet sie mit malaiischen
Spezialitäten. Sieben Tage brennen überall bunte Lichter, um
die Engel willkommen zu heißen, die jetzt auch die Erde besuchen.
Hari Raya Haji
Dies ist der Tag des Abschlusses der jährlichen Pilgerfahrt nach
Mekka, an dem die Männer den Titel Haji und die Frauen den Titel
Hajjah verliehen bekommen.
Geburtstag des Propheten Mohammed
Es werden besondere Gebete gesprochen in den Moscheen, danach finden Prozessionen
statt.
Feste
des Buddhismus
Wesak
Der Tag, an dem der Geburt, der Erleuchtung und des Todes Buddhas gedacht
wird. Bereits am frühen Morgen beginnen die Festlichkeiten, die Gläubigen
sammeln sich in den Tempeln zum Gebet. Die Sutren werden von den Mönchen
im Sprechgesang verlesen, Bedürftige werden kostenlos mit Nahrung
bedacht. Als Höhepunkt der Feierlichkeiten findet eine Kerzenlichtprozession
statt.
Feste
der Chinesen
Neujahrsfest
Dies ist das wichtigste Fest der Chinesen, es findet am ersten Tag des
chinesischen Mondkalenders statt (also im Januar oder Februar). Vor dem
Fest wird alles aufgeräumt und gründlich Hausputz gemacht. Schulden
werden beglichen - man sollte schuldenfrei in das neue Jahr gehen. Es
werden spezielle Opfer gebracht, besonders dem Küchengott (das sagt
schon viel über den Stellenwert des Essens bei den Chinesen aus...),
der zu dieser Zeit seinen jährlichen Besuch auf der Erde macht und
zufrieden in den Himmel zurückkehren soll. Es dürfen keine Schimpfwörter
ausgesprochen werden (etwas schwierig bei dem Verkehr auf Kuala Lumpur's
Straßen...), man darf nicht über den Tod reden, da dies böse
Geister und Pech heraufeschwören würde. Die chinesischen Schriftzeichen
für Glück, Wohlstand und Langem Leben werden in goldenen Buchstaben
auf rotem Papier an der Tür befestigt. Man sollte an diesem Tag ein
neues, rotes Kleidungsstück tragen.
Das Fest beginnt am Abend vor dem Neujahrstag mit einem Abendessen, an
dem die ganze Großfamilie teilnehmen sollte. Und chinesiche Großfamilien
sind wirklich groß... das Land steht während dieser Zeit fast
still, da alle chinesischen Arbeitsnehmer .- und auch die Arbeitsgeber
- nach Hause fahren, um bei der Familie zu sein - auch wenn diese ein
paar hundert Kilometer weit lebt. Wer schon mal versucht hat, für
diese Zeit einen Flug zu buchen, weiß, was ich meine...
Es folgen gegenseitige Besuche, bei denen Süßigkeiten und zahlreiche
andere Delikatessen angeboten werden, einige davon gibt es nur zu dieser
Gelegenheit. Kinder werden bei diesen Besuchen mit einem kleinen roten
Umschlag mit einem geradzahligen Geldbetrag (ang pow) beschenkt. Während
der ersten drei Tage des neuen Jahres öffnen die Chinesen ihre Tür
für Gäste aller Hautfarben und Religionen, und die Nachbarn,
Freunde und Kollegen nehmen diese Gelegenheit auch gerne wahr und die
Gastfreundschaft in Anspruch. Das Fest endet mit der 15. Nacht nach Neumond,
Chap Goh Mei.
Qing Meng
Dies ist der Tag, an dem die Chinesen ihrer Ahnen gedenken. Es findet
am Ende des zweiten Monats des Mondjahres statt, welches mit dem Neujahrsfest
beginnt. Auf den Friedhöfen werden die Gräber geschmückt,
man betet für die Verstorbenen und opfert ihnen Nahrungsmittel.
Mondkuchenfest
Dieses Fest findet am 15. Tag des achten Monats nach dem chinesischen
Mondkalender (also im September) statt, und hat keine religiösen
sondern einen historischen Hintergrund. Es soll an die erfolgreiche Rebellion
Chinas gegen die Herrschaft der Mongolen im 14. Jh. erinnern. Laut Legende
haben die Verschwörer gegen die Fremdherrschaft der Mongolen geheime
Nachrichten ind Mondkuchen versteckt weitergegeben und über Lichtsignale
von Berggipfeln aus verbreitet - daher feiert man dieses Fest mit Laternenprozessionen
und dem Überreichen von süßen Geschenken in Form eines
Mondkuchens.
Fest der hungrigen Geister
Dieses Fest findet in der Zeit nach dem sechsten Mond - also im Juli oder
August. Dies sind die Wochen, in denen die Seelen der Toten durch die
Welt wandern und nach denjenigen suchen, die ihnen im Leben Unrecht getan
haben. Deshalb verbrennen die Menschen dicke Bündel Räucherstäbchen
und Höllengeld, um diese Seelen zu besänftigen. Viele künstlerische
Ensembles treten im Freien auf, es werden sogar chinesische Straßenopern
aufgeführt. Der siebte Monat heißt dann auch Teufelsmonat -
keine gute Zeit zum Heiraten.
Die
Feste der Hindus
Deepavali
Das Lichterfest findet im Hindumonat Kartik (Oktober/November) statt.
Es erinnert an den mythologischen Sieg Krishnas über Narakasura,
den König der Dämonen. Wie dem chinesischen Neujahrsfest bedeutet
auch dieses Fest einen Neuanfang, besonders für die Geschäftsleute,
die ein neues Geschäftsjahr beginnen. Die Feierlichkeiten beginnen
in den frühesten Morgenstunden. Man salbt sich mit Kräuteröl,
es wird neue Kleidung getragen, es werden Gebete gesprochen. Am Abend
wird in jeder Hinduwohnung Lakshmi, die Göttin des Reichtums, willkommen
geheißen, indem Öllampen angezündet werden, da Lakshmi
kein unbeleuchtetes Haus betritt.
Thaipusam
Dieses Fest erinnert an den Geburtstag des Gottes Subramaniam (oder auch
Murugan) und findet im Hindumonat Thai (Januar / Februar) statt. Die Gläubigen
tragen hölzerne Gestelle (kavadi) mit sich herum, die mit Pfauenfedern
und Blumen geschmückt sind. Diese Gestelle werden mit Metallhaken
- und spitzen im Körperfleisch des Trägers verankert. Andere
Gläubige durchbohren sich Wangen und Zunge mit Metallspießen
und Haken. Sie tun dies als Buße für die Wohltaten, die sie
von den Göttern erbitten. Es fndet eine Prozession der in traceähnlichem
Zustand feiernden Gläubigen, die zu den Klängen der Trommeln
tanzen und den Wagen mit der Statue des Gottes vom Mariamman-Tempel in
Kuala Lumpur zu den Batu Caves begleiten. Diese Prozession zieht jährlich
eine riesige Menschenmenge von einigen hunderttausend Teilnehmern und
Zuschauern an. In Penang wird das Fest im Tempel Balathandaythabani in
der Waterfall Road und in Ipoh im Sri-Subramaniam-Tempel in Gunung Cheroh
gefeiert.
Feste
in Ostmalaysia
Im Mai feiern die Kadazan in Sabah und die Iban in Sarawak Erntedankfeste
zu Ehren der Reisgötter. Die Iban in Sarawak feiern gleichzeitig
das Fest Gawai Dayak, welches das Neue Jahr zum 1. Juni begrüßt.
Es wird groß gefeiert, es finden traditionelle Spiele statt, es
werden traditionelle Tänze aufgeführt, und es wird dabei viel
Reiswein getrunken. Zu diesen Festen kommt die gesamte Familie zusammen,
es wird Wiedersehen gefeiert, man besucht seine Freunden, Gäste ob
bekannt oder unbekannt sind jederzeit willkommen. Es wird sehr ausgiebig
gegessen und getrunken.

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