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An dieser Stelle mal
ein knapper Überblick über Land und Leute
Klima - Pflanzen- und Tierwelt
- Geschichte - Staat -
Bildungswesen - Menschen
- Religion
Malaysia besteht aus
zwei Teilen - die Malaiische Halbinsel (Westmalaysia), im Norden von Thailand
begrenzt und im Süden liegt Singapur. Der Osten des Landes liegt
auf Borneo, besteht aus den beiden Staaten Sarawak und Sabah und ist durch
das an dieser Stelle 600 km breite Südchinesische Meer getrennt von
Westmalaysia. Administrativ gesehen ist Malaysia eine Föderation
bestehend aus 13 Staaten und 2 Federal Territories.
Malaysia erstreckt sich über eine Fläche von 330434 km².
Das Landesinnere wird durchzogen von der Gebirgskette Banjaran Titiwangsa,
mit dem höchsten Gipfel Westmalaysias, dem Gunung Tahan, 2187 m.
Der höchste Gipfel überhaupt ist der Kinabalu in Ostmalaysia,
in Sabah, mit 4101 m. Erwähnenswert sind auch die größten
natürlichen Höhlensysteme der Welt in Sarawak (Ostmalaysia),
im Nationalpark Gunung Mulu. Der größte Fluß des Landes
ist der Rajang, ebenfalls in Sarawak, mit 563 km Länge.
Klima
In Malaysia herrscht tropisches Klima dank der Nähe zum Äquator.
Es herrschen ganzjährig ziemlich hohe Temperaturen, in den Küstenebenen
um ca. 26°C, im Gebirge merklich kühler. Sehr hoch ist die Luftfeuchtigkeit
mit 80%. In der Zeit von Oktober bis März weht vom Südchinesischen
Meeer her der Nordost-Monsun und beschert der Ostküste von Westmalaysia
sowie Sarawak und Sabah im Osten eine längere Regenzeit. Die beiden
im Norden der Ostküste gelegenen Staaten Kedah und Perlis leiden
allerdings in dieser Zeit unter Trockenheit, da zu weit nördlich
gelegen um vom Monsun berührt zu werden.
Zwischen Mai und September herrscht überall außer an der Westküste
die Trockenzeit infolge des Südwest-Monsuns.
Anders als in anderen tropischen Ländern regnet es allerdings in
Malaysia selbst in der Regenzeit äußerst selten den ganzen
Tag über, aber wenn, dann heftig.
Pflanzen-
und Tierwelt
Fast vier Fünftel der Fläche Malaysias ist von tropischem Regenwalt
bedeckt, der eine unglaubliche Vielfalt an Pflanzen beherbigt. Man schätzt
das über 8000 Arten blühender Pflanzen darin leben, darunter
2500 Baumarten. Malaysia ist ein wahres Vogelparadies, über 620 Vogelarten
leben hier oder kommen als Zugvögel hierher. Im Regenwald leben extrem
viele verschiedene Tiere - Affen, Nashornvogel (eines der Wahrzeichen
Malaysias), Wildschweine, Insekten. Es gibt auch Schlangen und Großwild
wie Tiger und Leoparden, Wildkatzen, diese sieht man aber nur selten.
Es wird zwar immer wieder über Tiger berichtet, die aus dem Dschungel
plötzlich in menschlichen Siedlungen auftauchen, aber es ist schon
ein ziemlicher Glücksfall wenn man einen Tiger zu Gesicht bekommt
(manchmal allerdings auch Pech...). Der Tiger ziert auch das Staatswappen
des Landes. Einzigartig ist der Malaienbär, der größte
Pflanzenfresser des Landes. Es gibt ziemlich viele wild lebende Elefanten,
die in kleineren Herden umherwandern und öfter mal in Plantagen einfallen
und diese verwüsten. Mit viel Glück sieht man ein Sumatra-Nashorn
oder einen Tapir, oder auch das größte Wildrind der Welt -
das Seladang. Außerdem gibt es Rotwild, Fledermäuse und zahlreiche
Affenarten. Orang-Utans gibt es nur in den Wäldern Sarawaks und Sabahs.
Zu der ebenfalls großen Anzahl von Amphibien und Reptilien gehören
die Krokodile, Warane, Frösche und Meeresschildkröten, außedem
111 Schlangenarten.
Geschichte
Die frühzeitliche Geschichte kann sage und schreibe 37000 Jahre zurückdatiert
werden - in einer Höhle in Sarawak wurden Stücke eines menschlichen
Schädels gefunden, die sich so weit zurückdatieren ließen.
Neuzeitlich betrachtet begann die Besiedlung der Malaiischen Halbinsel
vor etwa 5000 Jahren, als zahlreiche Menschen aus China und Tibet kamen,
die zu den Vorvätern der Orang Asli wurden, wie die Ureinwohner Malaysias
heute genannt werden. Danach kamen die Malaien. Etwa im 1. Jh. v. Ch.
entstanden Handelsbeziehungen zu China und Indien, wodurch die Kultur
und Sprache stark beeinflußt wurden. Im 13. Jh. kam mit arabischen
und indischen Händlern der Islam auf die Halbinsel. Seitdem ist der
Islam auch DIE Religion der Malaiien. Ca. 1400 wurde das Sultanat Melaka
gegründet. Im 16. Jh. wurde Melaka durch die Portugiesen erobert,
das malaiische Sultanat in Johor entstand. 1541 eroberten die Holländer
Melaka von den Portugiesen.
1786 entstand der erste britische Handelsposten auf Penang.1824 übernimmt
England Penang und Melaka sowie das heutige Singapur, ab 1874 steht die
gesamte Malaiische Halbinsel unter britischer Verwaltung. Im zweiten Weltkrieg
von 1941 bis 1945 herrschen die japanischen Besatzer auf der Halbinsel.
Im Jahre 1957 wird Malaya unabhängig, 1963 wird zusammen mit den
beiden östlichen Staaten und Singapur der Staat Malaysia gegründt.
1965 spaltet sich Singapur ab.
Staat
Malaysia ist eine konstitutionelle Monarchie, der König (offizieller
Titel Yang di-Pertuan Agong) das Staatsoberhaupt ist und alle 5 Jahre
von den Herrschern der monarchischen Bundesstaaten gewählt wird.
Die nicht monarchischen Bundesstaaten werden von Gouverneuren regiert,
die alle 4 Jahre ernannt werden. Die Regierungen der einzelnen Staaten
orientieren sich an der Politik der Föderationsregierung in Kuala
Lumpur, und der König hat in Abstimmung mit dem Rat dieser zentralen
Regierung zu handeln. Alle 5 Jahre wird eine parlamentarische, demokratische
Regierung gewählt, es besteht allgemeines Wahlrecht. Das Regierungsoberhaupt
ist der Ministerpräsident. Das Malaiische Parlament hat zwei Kammern,
ein Oberhaus und ein Unterhaus.
Bildungswesen
Die Schulzeit beginnt für Kinder in Malaysia mit 6 Jahren. Die Grundschule
dauert 6 Jahre, Unterrichtssprache ist je nach Lage Bahasa Malaysia, Chinesisch
oder Tamil, aber Bahasa Malaysia und Englisch sind für alle Schulen
verbindliche Pflichtsprachen. Die weiterführende Schule beginnt mit
einer Unterstufe, die nach 3 Jahren zur Entscheidung führt ob es
noch zwei Jahre auf der Oberstufe weitergeht. Am Ende der Oberstufe folgt
die Prüfung "sixth form", deren erfolgreiche Absolvierung
Vorraussetzung für ein Studium ist.
Menschen
Malaysia ist ein wahrer Schmelztiegel der Kulturen. Chinesische, malaiische,
indische, europäische Bräuche und Gewohnheiten haben sich vermischt.
Heiraten zwischen Angehörigen verschiedener Rassen sind normal. Die
Volksgruppen gehören zu zwei großen Kategorien, den Bumiputra
(Söhne des Landes) - die Malaien, die Orang Asli und die Stämme
auf Ost-Malaysia - alle anderen Volksgruppen gehören nicht zu den
Bumiputra. Die wichtigsten Volksgruppen sind: die Malaien, die Orang Asli,
die Stämme in Ostmalaysia (Iban, Kayan, Kenyah, Melanau, Kadazan,
Bajau), die Chinesen und die Inder. Die Malaien siedeln seit etwa 3000
Jahren auf der Malaiischen Halbinsel und auf Sumatra, die Chinesen kamen
zum Großteil im 19. Jh. und stellen heute etwa ein Drittel der Bevölkerung
des Landes. Die Inder kamen als Masse mit den Briten im 19. Jh. als Arbeitskräfte
in die damalige Kolonie, davor jedoch kamen schon vor langer Zeit eine
kleine Zahl muslimischer Händler aus Indien. Insgesamt zählt
die Bevölkerung Malaysias 17,5 Millionen Menschen, davon 14,2 Millionen
in Westmalaysia und 3,3 Millionen in Ostmalaysia.
Ein faszinierendes Kapitel der malaiischen Geschichte repräsentieren
die Peranakan ("die am Ort geborenen"), die Männer als
Babas bekannt, die Frauen als Nonyas. Sie sind die direkten Nachfolger
der 500 Chinesen, die Prinzessin Hang Li Po als Gefolge mitbrachte, als
sie den Sultan Mansur Shah heiratete. Die Peranakan werden auch "Straits-Chinesen"
genannt. Sie sprechen eine chinesisch geprägtes Malaiisch. Traditionell
tragen die Nonyas einen Cheongsam oder einen Sarong kebaya. Die Nonya-Küche
ist eine der Besonderheiten Malaysias, und unter Genießern sehr
berühmt.
Religion
Offizielle Staatsreligion in Malaysia ist der Islam. Laut Verfassung (und
dies wird auch wirklich eingehalten!) haben alle Staatsbürger das
Recht auf Ausübung der eigenen Religion. Die wichtigsten Religionen
in Malaysia sind: Buddhismus, Hinduismus, die Gemeinschaft der Sikhs und
das Christentum.

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